Rückblick Bonn-Fahrt 2026 (MSS)

Erstellt am: 06.03.2026

Vom 3.-5. Februar fand für die Oberstufe neben der Ski-Freizeit auch die Fahrt in die einstige bundesdeutsche Hauptstadt statt: Bonn! Neben einer Stadtführung durch den in der Vorruhestandsphase befindlichen Lehrer Herrn Waechter besuchten die insgesamt sieben Schüler und ihre zwei Lehrer auch zahlreiche Museen.

Am Vorbereitungstag zur Studienfahrt informierten wir uns zunächst u.a. mit Filmen aus der Nachkriegsgeschichte über die Bundesstadt.

Nachdem wir am Dienstag nach einer langen Zugreise angekommen waren haben wir uns mit Herrn Waechter am Münsterplatz getroffen. Dort wurde am 12. August 1845 das bekannte Beethoven-Denkmal beim Besuch der britischen Königin Victoria enthüllt. Da die Statue dem heutigen Postamt, damals das Fürstenbergische Palais, aus von welchem sie die Einweihung beobachtete, abgewandt war, empörte sie sich sehr. Man erklärte ihr die Blickrichtung Beethovens mit seiner politischen Denkweise.

Im Bonner Münster ist ein ruhiger Ort mitten in der Stadt zu finden. Der spätromanische Kirchenbau wurde Ende des zwölften Jahrhunderts auf den Überresten einer Kapelle errichtet und beheimatet heute noch die Gräber der Stadtpatrone.

Am Ende des Bonner Marktplatzes befindet sich das historische Rathaus. Kaum ein Ort in Bonn war häufiger ein Treffpunkt zwischen den einfachen Menschen und den Mächtigen aus aller Welt. Männer wie Kennedy oder Charles de Gaulles, aber auch die Queen standen auf der Treppe, auf welcher wir deshalb unser Gruppenfoto schossen. Dieser Ort hat jedoch eine Schattenseite. Vor dem Rathaus wurden am 10. Mai 1933 von den Nationalsozialisten als Teil ihrer Kampagne „den undeutschen Geist“ viele Werke jüdischer, pazifistischer und sozialistischer Autoren öffentlich verbrannt.

Weiter ging unser Spaziergang in Richtung des Alten Zolls. Hier hatte man einen sehr guten Blick über den Rhein und die wichtigsten Gebäude der Stadt. Auf der Anhöhe erinnert ein Denkmal an den umstrittenen Ernst Moritz Arndt, welcher aufgrund seines aggressiven Franzosenhasses und seiner antisemitischen Äußerungen heute auch in der Kritik steht.

Der Spaziergang endete am Beginn der Poppelsdorfer Allee, die über eine Entfernung von einem Kilometer den Blick auf das Schloss Poppelsdorf richtet. Anschießend checkten wir zunächst in der Jugendherberge ein, bevor wir uns dann zum gemeinsamen Essen beim Griechen wiedertrafen.

Der zweite Tag begann mit dem Besuch im Haus der Geschichte. Dort konnte man die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg hautnah erleben. Sowohl die Teilung Deutschlands, die Zeit während des Kalten Krieges und der Fall der Mauer, als auch bedeutende Ereignisse der jüngeren Geschichte, wie beispielsweise der Klimawandel werden hier beleuchtet. Aus diesem Grund lautet das Motto des Museums: Jeder Mensch ist Teil der Geschichte!

Anschließend besuchten wir das Kunstmuseum Bonn, worin vor allem moderne Kunst, unter anderem Werke von den rheinischen Expressionisten um den Bonner Künstler August Macke oder auch noch lebenden Künstlern der Moderne wie etwa Gerhard Richter vorzufinden sind.

Beim Verlassen des Kunstmuseums, stieß Herr Waechter erneut zu uns, um uns im Anschluss eine Tour durch das ehemalige Regierungsviertel zu geben. Auf dem Weg am „Langen Eugen“ vorbei machten wir am Bundesbüdchen halt. Dieses steht damals wie heute für die Volksnähe und den provisorischen Charme der ehemaligen Bundeshauptstadt. Unser Weg führte uns über das Bundeskanzleramt und die Villa Hammerschmidt, bis hin zum Museum König, in dem das Grundgesetz ausgearbeitet wurde.

Als Abschluss des zweiten Tages ging die Gruppe noch einmal gemeinsam essen.

Der letzte Tag brach an und wir machten uns auf den Weg in das Geburtshaus Ludwig van Beethovens, das dem Leben und Schaffen des Bonner Musikers gewidmet ist.

Schließlich traten wir 7 Schülerinnen und Schüler sowie Herr Knöller und Herr Ryseck die Heimreise an, Herrn Waechter ließen wir in Bonn zurück.

Während der Nachbesprechung am Freitag schrieben wir dann diesen rückblickenden kurzen Artikel und erstellten einen kleinen Film.

OWG Dahn